In Anbetracht der auch in Schleswig-Holstein stetig steigenden Fällen von Corona Infektionen sieht der Ring Christlich Demokratischer Studenten (RCDS) Schleswig-Holstein nun auch akuten Handlungsbedarf an den Hochschulen des Landes. An den Klausuren im bevorstehenden zweiten Prüfungszeitraum werden mehrere tausend Studenten teilnehmen. Zur Vorbereitung werden sich die dafür Lernenden auf engem Raum in den Bibliotheken sammeln, was dem leicht übertragbaren Virus ebenfalls freies Spiel gibt. Dem expliziten Aufruf der Landesregierung, nicht zwingend notwendige Veranstaltungen abzusagen und Menschenansammlungen zu umgehen, möchten wir folgen. Wir fordern daher:
- den zweiten Prüfungszeitraum an allen Standorten bis auf weiteres zu verschieben. Dadurch wird Zeit für die Virusbekämpfung zu gewonnen –insbesondere im Interesse von Personen, die einer der Risikogruppen angehören.
- Eine Verschiebung des Semesteranfangs des Sommersemesters. Die Bundesländer Berlin, Baden-Württemberg und Bayern haben eine solche Regelung bereits beschlossen.
- Eine Fristverlängerung bei Abgaben von Prüfungsleistungen. Durch diese Maßnahme kann der potentiell eingeschränkte Zugang zu Lernorten wie Bibliotheken oder Archiven ausgeglichen werden.
- Eine Nutzung von digitalen Lehrmöglichkeiten, wo möglich. Die Auswirkungen des Viruses auf die Vermittlung von Lehrinhalten können so minimiert werden.
Der RCDS Landesvorsitzende Chwalibog Bouman kommentiert: „Die schleswig-holsteinischen Universitäten müssen dringend weitreichende Maßnahmen zum Schutz vor COVID-19 ergreifen. Es gibt insbesondere im digitalen Bereich viel verschenktes Potential für einen aktiven Umgang mit Corona!“ Zum verantwortungsbewussten Umgang mit dem Virus zählen aber nicht nur Einschränkungen und Verbote: Die bereits von den Universitäten herausgegebenen Verhaltensrichtlinien sollen ernst genommen werden, damit der Alltag im neuen Semester schnell wieder einkehren kann.




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